Pipi-Drama bei Rossmann: Sophia (4) durfte nicht zur Toilette

Es sollte eigentlich ein Grundprinzip der Menschlichkeit sein, jemand anderem eine Toilette anzubieten bei einer dringenden Notdurft. Dies gilt erst recht bei Kindern, bei älteren Menschen und anderen, die unsere Hilfe benötigen.

Wenn man dann aber einen Satz wie „Auch als Sophia es gar nicht mehr aushielt, lenkte die Leiterin nicht ein. Daraufhin musste Sophia in die Hose machen.“ liest, wird man doch etwas ärgerlich und zweifelt am Charakter einiger Menschen. Nicht damit wir uns hier falsch verstehen: natürlich gibt es kein Recht auf einen Toilettengang in einem Einzelhandelsgeschäft. Trotzdem darf man davon ausgehen, dass die Mitarbeiter auch irgendwo gehen und wenn man gefragt wird, dann bietet man eben das an. Wenn man hierzu nicht in der Lage ist, dann wird man doch wohl wenigstens wissen, wo innerhalb der nächsten halben Minute ein WC zugänglich ist. Aber in Deutschland ist Service und eine gewisse Empathie immer noch Mangelware und darum finde ich es traurig, von diesem Drama bei Rossmann zu lesen. Es zeigt aber auch noch etwas anderes: die Infrastruktur an Stellen, wo sich viele Menschen aufhalten in Bezug auf mindestens Urinale oder ganzen WCs ist immer noch schlecht und man sieht, wie wenig Interesse insgesamt für öffentliche Toiletten besteht.

Quelle: Pipi-Drama bei Rossmann: Sophia (4) durfte nicht zur Toilette – 1414 Leser-Reporter – Bild.de

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